Italien Chianti

Wein aus Chianti, Italien

Toskana - Chianti: Wein und Kultur miteinander verbinden


Der in aller Welt bekannte italienische Rotwein Chianti ist ein Wein aus der Toskana, der vor allem aus der Sangiovese-Traube produziert wird.

Bis heute gilt der Chianti als der italienische Wein schlechthin. Traditionell wurde er in Flaschen verkauft, die strohumflochten waren und so wurde dieser Wein auch in Deutschland bekannt.

 

Wo wird der Chianti-Wein angebaut?

 

Die Trauben des Chianti reifen in bestimmten Gebieten der Toskana, und zwar in der Provinz Chianti.

Insgesamt gibt es in der Toskana sechs klassische Zonen für den Chianti. Jedes einzelne bietet sehr unterschiedliche Bedingungen für die Reifung der Traube.

Mithin ist der Chianti auch sehr vielseitig. Das klassische Weinanbaugebiet für den Chianti liegt zwischen Siena und Florenz. Nur Wein aus diesem Gebiet darf sich auch Chianti Classico nennen. Hier muss der Wein zwei volle Jahre in Eichenfässern lagern. Dabei dürfen nur bestimmte Rebsorten beigemischt werden.

Weinanbau Toskana-Chianti
Weinanbau in der Provinz Chianti, Toskana

Der größte Anteil der Trauben von etwa 80 Prozent muss die Sanigiovese-Traube stellen. Bis ins 19. Jahrhundert war auch ein Anteil von etwa 10 Prozent an Weißweintrauben obligatorisch, heute ist die Verwendung von Weißweintrauben allerdings strengstens verboten.

Eines der berühmtesten Chiantihäuser ist das Haus Marchese Antinori. Dieses Haus produzierte ab 1971 den ersten Chianti der nur aus Rotweintrauben bestand und revolutionierte so die Herstellung des Chiantis.

Seitdem ist der vorherrschende Geschmack des Chianti "trocken" und orientiert sich grob am Stil der französischen Bordeaux-Weine. Der klassische Chianti-Wein war dagegen eher fruchtig süß und konnte deshalb nur für kurze Zeit gelagert werden.
Heute ist ein solch klassischer Chianti nur noch bei sehr wenigen Winzern im Herzen der Toskana zu finden.